| Adam ist Damenschneider in einer Stadt irgendwo im Osten und den Rundungen seiner Kundinnen durchaus nicht abgeneigt. Evelyn geht das und auch seine Zufriedenheit mit den immergleichen Tagesabläufen gehörig auf den Zeiger. Sie flüchtet an den Plattensee, doch Adam folgt ihr reuig auf Schritt und Tritt - was Evelyn nur noch mehr nervt. Zu allem Überfluss öffnen die Ungarn schließlich die Grenze. Klingt simpel, ist es aber nicht. Denn Schulze erzählt seine Geschichte in Bruchstücken, in abgetrennten Gesprächssituationen, aus denen der Leser den Zusammenhang herausschälen muss und die sich nicht immer sofort erschließen. Nichts für ein paar Seitchen im Bett, bevor die Augen zufallen. Dafür aber eine interessante Fallstudie über Lieben und Leben zur Zeit des Mauerfalls. (es)
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