| Später, in den USA, wurde der aus Riga stammende Philipp Halsmann ein berühmter Fotograf. 1928, nach einem Wanderausflug im Zillertal, war er der Jud, der seinen Vater getötet hatte. Der Kriminalfall, der durch die westliche Welt ging, entbehrt nichts: Er ist voll von Widersprüchen, sowohl bei den Zeugenaussagen als auch bei den Ermittlungen, und er ist voll von Antisemitismus in der aufgeheizten Stimmung der Zwischenkriegszeit. Martin Pollak versucht nicht Richter zu spielen, er zeigt nur auf, was war - gestützt auf zahlreiche Dokumente. Und er beschriebt Halsmanns Weg vom tragischen Ereignis im Zillertal bis zu dessen Begnadigung durch den österreichischen Bundespräsidenten. Ein sehr gelungener Umgang mit der Geschichte! |