| Kommunistenhasser, Schwulenhasser & Negerhasser; FBI, Gangster, Cops & Mafia; Sex, Gewalt, Drogen & Mord; Los Angeles, Las Vegas, Washington & Haiti; Macht, Geld & Politik; Howard Hughes, Richard Nixon, Hubert Humphrey & J. Edgar Hoover: Dies sind die Ingredienzien von „Blut will fließen“, dem 780-Seiten-Epos und Abschluss der Underworld-Trilogie von James Ellroy. Und so wie seine Vorgänger „Ein amerikanischer Alptraum“ und „Ein amerikanischer Thriller“ ist es ein gewichtiges und gewaltiges Werk, das seinen Ausgangspunkt 1968 bei einem brutalen Überfall auf einen Geldtransporter in Los Angeles nimmt und mit dem Tod von FBI-Direktor Hoover im Jahr 1972 endet. Durch die dazwischen liegenden vier Jahre hämmert sich Ellroy gewohnt stakkatoartig; voller Besessenheit und Gesellschaftskritik hetzt er durch Amerika und legt einen Roman vor, der eigentlich nur als literarische Erscheinung bezeichnet werden kann. Doch Ellroy ist auch ein wenig gnädig geworden – nicht alle seiner (vielen) Protagonisten sterben. |