| "Der Alleinunterhalter" (norw. "Jubel") spielt in Nordnorwegen, auf einer der unzähligen Inseln im Atlantik. Ähnlich wie Dylan Thomas in seinem "Under Milkwood" das walisische Dorf Llareggub mitsamt seiner unzähligen verschrobenen Einwohner beschreibt, lässt Christensen seinen Protagonisten in die eigenartige Welt einer kleinen abgelegenen Stadt im Polarkreis untertauchen. Jonatan Griff, der Alleinunterhalter, ist ein ziemlich wenig erfolgreicher Pianist, der auf der Flucht vor seiner Vergangenheit und vor allem vor seiner dominanten Mutter, ein Engagement im einzigen Hotel des Ortes erhält. Im Laufe der Erzählung lernt Griff ganz besondere Figuren und deren Geschichten kennen: den rüpelhaften golffanatischen Hotelbesitzer, der um zu seinem Golfplatz zu kommen, quasi über Leichen geht (er würde einen vermutlichen Wikingerfriedhof für die Freunde des kleinen weißen Balles opfern) und dessen Tochter Luise, auf die Griff schon bald ein Auge wirft. Sehr freundlich wird Griff von den beiden Rezeptionistinnen des Hotels empfangen, die trotz ihrer großen physiologischen Unterschiede (Körbchengröße A versus D) dieselbe Uniform tragen müssen. Schließlich muß der Golfplatz ja finanziert werden. :-) |