| Die Weiterentwicklung von Jane Austens "Stolz und Vorurteil" (1813) zeigt sich in Joan Aikens Roman, der 2001 erschien, vor allem darin, dass die Lebensentwürfe weit differenzierter dargestellt sind: Da lebt ein Schwulenpärchen am Rande eines Dorfes, da entscheiden sich zwei Halbschwestern für ein gemeinsames Wohnen, da werden Liebschaften zwischen Menschen unterschiedlichen Standes aufgedeckt. Selbst die herrische Lady Catherine wird noch bekehrt. Aber im Grunde ist Aikens Welt auf einfache Nenner gebracht: Geld regiert die Welt, auch die Liebe währet nicht ewiglich. Die Lektüre garantiert das Eintauchen in eine fremde Welt, ist einfach, aber nicht uninteressant. |