| Paolo Gioardano hat mit "Die Einsamkeit der Primzahlen" einen Liebesroman geschrieben, der eigentlich gar keiner ist. Denn auch wenn die Liebe hier durchaus das zentrale Thema ist, so kann sie doch nicht verhindern, das die Protagonisten ihrer Wege gehen, welche sie zwar nie ganz voneinander trennen, aber doch auch nie endgültig zueinander führen.
Alice und Mattia haben bereits ein äußerst bewegtes Leben hinter sich, als sie im Gymnasium aufeinandertreffen. Jeder hat für sich mit den besonderen Herausforderungen, welche das Schicksal an sie gestellt hat, umzugehen gelernt, und in den wenigen Jahren, die sie in enger Verbindung miteinander verbringen, scheinen die beiden manchmal eine Zweckverbindung zweier Außenseiter zu führen. Keiner öffnet sich dem anderen wirklich, und doch ist man in seiner persönlichen Einsamkeit nicht alleine, so wie die Primzahlen zwar Paare sind, sich aber doch nie wirklich berühren...
Ob man auf diese Weise sein Glück finden kann? Beide geben sich die größte Mühe, doch manchmal scheint das Scheitern wichtiger zu sein als ein glückliches Ende, um zu wachsen. Und wachsen müssen beide. |