| Über zwei Generationen spannt der südafrikanische Autor Zakes Mda, der selbst viele Jahre im amerikanischen Exil lebte, eine Bogen vom Apartheidsystem über die Befreiungsbewegung zu den ersten Wahlen und der Veränderung der südafrikanischen Gesellschaft. Seine Geschichte kreist um eine von vielen schwarzen jungen Frauen, die mehr oder weniger freiwillig Kinder von Weißen bekommen haben. Niki kann einer Verurteilung entgehen, doch ihre schöne farbige Tochter Popi ist mit ihren blauen Augen und dem hellen Jahr eine permanente Provokation für Weiße wie Schwarze. Erst viele Jahre nach dem Ende der Apartheid findet sie ihren Frieden, dass das dem politischen System bisher nicht gelang, ist bekannt. Schön ist der rote Faden, den Mda für seine Geschichte gefunden hat: Bilder des weißen Paters Frans Claerhout. Das Buch ist eine wunderbare Beschreibung eines Südafrika, in dem die alten Wunden nur langsam verheilen und immer wieder neue geschlagen werden. |