| Scharf beobachtet. Kathryn Dance, Verhörspezialistin beim Californian Bureau of Investigation, erhält einen Spezialauftrag. Sie soll den wegen mehrfachen Mordes verurteilten Daniel Pell zu einem anderen Verbrechen befragen, das diesem möglicherweise angelastet werden könnte. Zu spät merkt sie, dass Pell seine Vernehmung vom Gefängnis aus arrangiert hat – kurz nach dem Verhör gelingt ihm die Flucht. Nun liegt es an Kathryn Dance, Pells blutige Flucht zu stoppen.
So weit zum Plot von „Die Menschenleserin“, der eigentlich nicht viel Neues verspricht. Doch Jeffery Deaver, Schöpfer von „Knochenjäger“ Lincoln Rhyme, hat mit Kathryn Dance eine sensationelle neue Ermittler-Figur geschaffen. Dance ist Kinesik-Spezialistin und wendet diese Wissenschaftsdisziplin an, um während eines Verhörs über das Bewegungsverhalten das Gesagte zu bewerten, um ihr Gegenüber zu entschlüsseln. Und darin liegt– neben der einmaligen Deaverschen Klasse des Spannungsaufbaus – das Besondere an diesem Roman, der auch durch die akribische Kinesik-Vorrecherche restlos überzeugt. |