| Jose Saramagos letztes Buch, bevor der große portugiesische Dichter 2010 88-jährig gestorben ist. Saramago erzählt eine Geschichte, die Mitte des 16. Jahrhunderts sich tatsächlich zugetragen: Der portugiesische König schenkt dem österreichischen Erzherzog Maximilian einen Elefanten samt indischem Elefantentreiber. Erzählt wird die unendlich lange Reise, über weite Strecken zu Fuß. Wie in allen seinen Romanen geht es Saramago auch hier weniger um die Fakten, sondern um die Menschen, ihre Beziehungen, Freuden und Leiden. Es geht um die Brüche in und zwischen den Kulturen. Saramago schreibt im schönsten Sinn des Wortes langatmig - wenn man das aushält erfährt man höchsten Lesegenuss. Da wird es sogar verzeihlich, dass Saramago bisweilen schlampig recherchiert hat und so tut als wären Brixen und Sterzing alte italienische Siedlungen. |