| Varg Veum ähnelt den besten literatischen Privatdetektiven dieser Welt: Er ist hart mit weichem Kern, legt sich mit der Polizei ebenso an wie mit VerbrecherInnen und steht immer auf der Seite der Gerechtigkeit. In "Die Schrift an der Wand" geht es um junge Mädchen aus verschiedenen Milieus, die sich in einer verbrecherischen Umgebung wiederfinden. Die Themen sind genauso bekannt wie realistisch: Drogen, Prostitution, Perspektivenlosigkeit, Enttäuschungen, Gier und Rache. Mit seinem flotten Stil zeichnet Gunnar Staalesen ein differenziertes Bild der norwegischen Gesellschaft Mitte der 90er Jahre, macht es sich mit seinen Erklärungen aber manchmal ein bisschen zu einfach. |