| Die Ursachen des Flugzeugabsturzes, bei dem am 17. August der durch einen Militärputsch an die Macht gekommene pakistanische Präsident Zia ul-Haq ums Leben kam, konnten nie geklärt werden. Diesen Umstand nützt Mohammed Hanif in „Eine Kiste explodierender Mangos“ zu einer bitterbösen Politsatire, in deren Mittelpunkt der junge Luftwaffenkadett Ali Shigri steht. Als sein Freund und Zimmerkollege Obaid mit einem Militärflugzeug spurlos verschwindet, wird Ali vom Geheimdienst verhaftet. Dieser schreckt auch nicht vor Folter zurück, um von Ali zu erfahren, was Obaid vorhat. Denn in Pakistan herrscht Alarmstufe Rot – Zia ul-Haq hatte nach der Lektüre eines Koranverses seinen Sicherheitsstatus erhöhen lassen. Und in der Tat trachtet so mancher nach dem Leben des Präsidenten – seine Generäle, seine Untertanen und auch Ali. So zahlreich wie potenzielle Attentäter sind auch die Einfälle und skurrilen Ideen Hanifs, sodass sein Roman trotz aller realpolitischen Hintergründe ein unangefochtener Sieg der Groteske über die Wirklichkeit ist. |