| Im Jahr 1962 (!) betrat Parker erstmals die Krimibühne. Mit „Hunter“ startete Richard Stark (ein Pseudonym vom Donald E. Westlake) seine Reihe rund um den hartgesottenen, vornamenlosen Berufsverbrecher, bis 1974 folgten 15 weitere der lakonischen Kult-Krimis, danach war bis „Comeback“ im Jahr 1998 Pause. Der Zsolnay-Verlag begibt sich nun mit „Fragen Sie den Papagei“ (Original 2006) auf eine Richard-Stark-Wiederentdeckungsreise, passend zum Parker-Image als (wenn auch nicht preisgünstiges) Paperback.
Nach einem Banküberfall auf der Flucht vor der Polizei, verschlägt es Parker in ein kleines Nest in Massachusetts, Unterschlupf findet er bei dem eigenbrötlerischen Tom Lindahl, der ihm ein lukratives Angebot macht – er soll seinen ehemaligen Arbeitgeber, eine Rennbahn, überfallen. Um in dem verschlafenen Nest nicht aufzufallen, beteiligt sich Parker an der Suche nach den Bankräubern. Eine Suche, die für einen Bekannten Lindahls verhängnisvoll endet und eine Kette von Ereignissen auslöst, die Parkers Überfallpläne gefährden. Doch Parker weiß damit umzugehen.
Skrupellos, brutal, ohne Sentimentalität, amoralisch, kein Wort zuviel – Parker ist wohl der prägnanteste Protagonist des Roman Noir. Und Richard Stark sein begnadeter Schöpfer. |