| Es beginnt mit einem scheinbar harmlosen Kaufhauseinbruch, doch am Ende ist der Jugendliche Benny tot, von einem Polizisten ermordet, seine Komplizin Alex befindet sich von da an auf der Flucht. Auch der Spezialauftrag für Kommissar Gereon Rath wirkt anfangs harmlos: Er soll den US-Gangster Abraham Goldstein, der in einem Berliner Hotel abgestiegen ist, überwachen. Doch Goldstein entzieht sich der Observation – und schon ist in der Unterwelt die Hölle los, mehrere Mitglieder der rivalisierenden Banden werden getötet. Und Rath gerät zwischen die Fronten, nicht ahnend, dass hinter allem ein durchtriebener Plan steckt.
„Goldstein“ ist der dritte Roman der Gideon-Rath-Reihe, mit welcher der deutsche Autor Volker Kutscher nicht nur exzellente Krimiliteratur fabriziert, sondern vielmehr ein grandioses Sittenbild Berlins Anfang der 30er-Jahre verfasst. Der aufkommende Nationalsozialismus dominiert das Straßenbild, politische Unruhen stehen an der Tagesordnung, die Goldenen 20er-Jahre sind Vergangenheit – überwältigend. |