| Massenmord als Lösung
Wie weit gehen radikale Umweltorganisationen, um Tiere zu retten, um die Natur zu schützen? Weit, sogar bis zum bitteren Ende, geht es nach Jean-Christophe Rufin, Schriftssteller, ehemaliger Entwicklungshelfer und derzeitiger französischer Botschafter im Senegal, bzw. nach seinem neuen Roman „100 Stunden“. Eine Befreiungsaktion in einem Tierlabor in Polen ist es, die eine als Subunternehmen diverser Geheimdienste arbeitende Agentur auf die Spuren einer bislang unbekannten Umweltorganisation bringt. Ex-CIA-Agent Paul Matisse soll den Fall klären, ein Fall, der sich bald als mörderischer Plan herausstellt, der große Teile der Menschheit bedroht. Eine Jagd rund um den Globus – mit Innsbruck als Zwischenstation – beginnt.
Vordergründig ist „100 Stunden“ ein hochspannender Agententhriller, Rufin frisiert ihn aber zu einem politisch hochaktuellen Roman auf: über den Zerfall der Geheimdienste, (Öko-)Terror, Bevölkerungsexplosion, Kampf gegen die Armen … sowie „Lösungsansätze“, die fern jeglicher Menschlichkeit liegen. |