| Es sind nicht die schönen Seiten, die Peter Temple von Australien zeigt - abgesehen von der Weite und Ruhe des Landes, der Vielfältigkeit der Küste und einer Liebe, die im Schatten einer Kriminalgeschichte gedeiht. Der in die Provinz, seinen Heimatort Port Monroe versetzte ehemalige Ermittler bei der Melbourner Mordkommission, Joe Cashin, sticht in ein Wespennest, als der hochverdiente Fabrikant Bourgoyne erschlagen aufgefunden wird. Schnell sind Schuldige gefunden, was drei jungen Burschen aus der Aborigines-Community ebenso schnell das Leben kostet. Zu schnell, findet Cashin. Er lässt sich auch durch politische Interventionen nicht von weiteren Ermittlungen abhalten. Und selbstverständlich liegt des Rätsels Lösung näher, als wir zunächst zu denken wagen ... Der 1946 in Südafrika geborene Autor legte mit "Kalter August" weit mehr als einen Krimi vor, vielmehr ist es ein Roman, der die Gesellschaft Australiens kritisch beleuchtet. Ob seines bösen, aber bestimmt treffenden Witzes bleibt einer/einem zuweilen das Lachen im Hals stecken. In diesem Sinne hat er auch keine Angst vor Klischees. Es ist nur eine Frage, wie diese eingesetzt werden. Sehr lesenswert! |