| Wahre Mörder
Moskau im Jahr 1953. In der stalinistischen Sowjetunion darf es keine Kriminalität geben – und somit ist der Tod des vierjährigen Arkadi auch kein Mord, sondern ein Unfall. Auch Leo Demidow – Geheimdienstoffizier, Kriegsheld und treuer Diener des Regimes – glaubt an einen Unfall. Doch Demidows Stern ist am Sinken, durch eine politische Intrige wird er in die Provinz versetzt und dort mit einem ähnlichen tödlichen „Unfall“ konfrontiert. Heimlich beginnt er zu ermitteln und stößt dabei auf die Spur eines bestialischen Serienmörders. Doch sein Verdacht bringt ihn in tödliche Gefahr – ein Serienmörder widerspricht den Grundsätzen der sozialistischen Gesellschaft.
Umfassende Recherchen über die UdSSR der 50er Jahre bilden den Hintergrund für Tom Rob Smiths „Kind 44“, einen atemberaubenden Thriller, der in ein düsteres Kapitel der russischen Geschichte eintaucht. Ein Kapitel, in dem die Frage, wer mehr Schuld auf sich geladen hat – der Vertreter des staatlichen Terrors oder der psychisch gestörte Massenmörder – unbeantwortet bleiben muss. |