| Kai Samweber ist am Boden. Nicht nur, dass er bei einem Arbeitsunfall vom Dach gestürzt ist und dabei schwer verletzt wurde. Nicht nur, dass ihm sein Arbeitgeber den ausstehenden Lohn nicht zahlt. Nicht nur, dass er in einer versifften Wohnung unter grölenden Neonazis wohnt. Nicht nur, dass ihn seine Familiengeschichte belastet. Er hat auch noch Schulden bei den Brüdern seines Freundes Shane, zwei Drogendealern. Um seine Schulden abzuarbeiten, schmuggelt er Drogen aus der Schweiz nach München, in ein Studentenheim. Dort lernt er Marion kennen, einen Lichtblick in seinem Leben. Doch Marions gepflegtes Äußeres, ihr Witz und Charme sind auch nur Schein – ähnlich wie Kai ist sie ein „girl down“ und kann für Kai kein Rettungsanker sein.
Mit „Man Down“ liefert der Vorarlberger André Pilz eine gnadenlose Milieustudie ab: Gewalt, Drogen & Prostitution; Arbeitslosigkeit, multiethnische Gesellschaft & Perspektivenlosigkeit. Und so gnadenlos der Inhalt, so schonungslos ist die Sprache – direkt, abgehackt, brutal. |