| Owen Meany ist kleinwüchsig, hat aber trotz seiner geringen Körpergröße eine gewaltige Stimme. Beides trägt ihm viel Spott ein.
Die Jungenfreundschaft ist eng und Owen verbringt viel Zeit in der Familie seines Freundes, der mit seiner unverheirateten Mutter bei der Großmutter lebt. Owen bewundert die schöne Mutter seines Freundes, des Ich-Erzählers, geradezu schwärmerisch. In ihrer Freizeit spielen die Jungen hauptsächlich Basketball. Für Owen ist dieser Sport, wegen seiner geringen Körpergröße, eigentlich ein Unding. Aber sein Freund hilft ihm, die fehlende Länge zu überwinden, indem er mit ihm zusammen über das Spielfeld rennt und ihn hochhebt, während Owen den Ball in den Korb wirft.
Tragischerweise trifft Owen die Mutter des Ich-Erzählers mit einem scharf gespielten Ball beim Baseball an ihrer Schläfe, woraufhin sie sofort tot ist. Owen lebt nun unter der Vorstellung, ein Instrument Gottes zu sein, was auch alle seine Handlungen determiniert. Er denkt ständig an seinen nahe bevorstehenden Tod, der dementsprechend einem guten Zweck dienen wird und dessen Datum er lange vorher durch eine Vision zu kennen glaubt. John hingegen ist an Fragen des Glaubens wenig interessiert und offenbart zunächst kein transzendentales Bedürfnis. Im Laufe seines Lebens wird sich das allerdings ändern.
Die dramatische Auflösung des Romans beantwortet viele Fragen, die sich beim Leser während des Lesens einstellen. John Irving arbeitet den gesamten Roman über auf ein singuläres Ereignis hin: Owen stirbt den Opfertod.
|