| Ein brutaler Überfall auf einen Kaplan, der dabei schwer verletzt wird und im Koma liegt, sein Bruder, der rassistische Hetzschriften ins Internet stellt und noch dazu für einen polizeikritischen Politiker arbeitet; der Mord an einer städtischen Bauplanerin, die sich durch ihren Beruf viele Feinde machte und noch dazu einen eifersüchtigen Ehemann hatte; scharenweise Schulabgänger, die auf der Peninsula einfallen, um auf den Stränden so richtig abzufeiern; und als Krönung ein Haufen privater Probleme, die das Team von Inspector Hal Challis beschäftigen – der Australier Garry Disher gibt seiner bewährten Ermittlertruppe in „Rostmond“, dem fünften Roman der Challis-Reihe, viel zu tun. Doch es wäre nicht der vielfach ausgezeichnete Disher, würde er dies nicht – abseits jeglicher CSI-Hochtechnologie – mittels klassischer zeitraubender, aber auch hochspannender Polizeiarbeit lösen. Kombiniert mit seiner Stärke der Figurenzeichnung – auch bei Nebenrollen, Highlight: Mrs. Moorhouse – ergibt dies wieder einen Krimi der Extraklasse. |