| Ist Versöhnung in einem Land wie Südafrika, das rund hundert Jahre lang unter Rassengesetzten und mehr als 40 Jahre lang unter der Apartheid litt, überhaupt möglich? Wie nahe liegen Liebe und Hass beieinander und was verbindet Opfer und Täter? Eindrucksvoll wie nachvollziehbar skizziert die nunmehr in London lebende Autorin Gillian Slovo, Tochter von weißen BürgerrechtlerInnen, die südafrikanische Nachkriegsgesellschaft. Die Versöhnungs- und Wahrheitskommission spielt darin eine tragende Rolle. Die nach New York emigrierte Sarah Barcant wird von ihrem Mentor Ben Hoffman in ihre südafrikanische Heimat zurückgeholt. Als Rechtsvertreterin soll sie ein Verbrechen klären, das in die Zeit des Endkampfes gegen die Apartheit fällt. Die Situation vor Gericht bringt Sarah jedoch vielmehr auf die Spur der Wunden ihres Landes. Was heißt hier schon Wahrheit ... |