| Familiendrama
Die Familie Burkett betreibt seit Generationen Holzwirtschaft in den Wäldern von Michigan. Und so wie sie sich rücksichtslos an der Natur bedient, bedient sie sich der Menschen – brutal und skrupellos. Der junge David Burkett will mit dieser Tradition brechen. Er plant eine Familiengeschichte, eine Aufarbeitung der Sünden in der Vergangenheit. Doch er verstrickt sich in seinem Vorhaben, wird von Selbstzweifeln geplagt und kann sich – im Gegensatz zu seiner Schwester Cynthia – schlussendlich nicht von seinem tyrannischen Vater und seiner trinkenden Mutter lösen. Eine Zwangsgemeinschaft, die unweigerliche in die Katastrophe führt.
Über drei Jahrzehnte (60er-, 70er- und 80er-Jahre) begleitet US-Autor Jim Harrison in seiner epischen Familiensaga „Schuld” seinen Protagonisten, beginnt seinen Roman aber mit dem Ende. Ein Szene von etwas mehr als eine Seite, der Tod von Davids Vater. Ein gewaltiger Einstieg, der einen großen Roman ankündigt – und Harrison gelingt es, dieses Versprechen bis zur letzten Seite zu erfüllen. |