| Die Erzählerin kann plötzlich nicht nur durch Wände, sondern auch in die Köpfe ihrer Mitmenschen sehen - und blickt in menschliche Abgründe. So folgt man der Protagonisten durch die Großstadt und erfährt zu jeder Person, die ihr begegnet deren meist schockierende Geschichte. Heile Welt und Happy End Fehlanzeige. Verbrechen, Gewalt, Leid, Elend werden bizarr ins Unerträgliche, Absurde gesteigert dargestellt und dadurch wieder gerade so erträglich. Trotz Zynismus und drastischer Schilderungen schwingen in den kleinen Episoden aber auch zarte und traurige Töne von Einsamkeit und Sehnsucht mit, so dass die Lektüre zwar anstregend, aber nicht nur originell und ungewöhnlich, sondern auch berührend ist und einen bleibenden Eindruck hinterlässt, an dem man lange zu kauen hat. |