| Mit seinem neuen Roman "Der Spinner" reiht sich Benedict Wells in die Riege der jungen deutschen "Loseratur" ein, mit einem Hauptprotagonisten, der eigentlich nur scheitern kann und ironisch-witzigen Nebenfiguren, die dieses Scheitern durch ihre eigene Persönlichkeit oder ihre Kommentare dazu nur noch deutlicher machen können.
Wir begleiten die Hauptfigur Jesper Lier durch eine WOche seines Lebens, nämlich die zentrale Zeit, in der klar wird, dass der Traum, den erst seit über einem Jahr verbissen verfolgt, auf diese Art nicht in Erfüllung gehen wird, und noch dazu sein Körper und Geist ihm immer mehr entgleiten. Dazu kommen noch sein Jugendfreund, der auf der Suche nach seiner sexuellen Orientierung ist, Die hübsche Miri, in die er sich auf den ersten Blick verliebt und sein bester Freund Gustav, Klischeeschwuler aus der Designbranche und natürlich vermögend.
Und auch wenn Wells hier auf bereits sehr ausgetretenen Pfaden wandelt, so gelingt es ihm doch, neue Eindrücke zu vermitteln und das Schema für sich zu nützen. Das absolut passende Buch für die "Quarterlife-Crisis". |