| Die Historikerin Rosa will keine Kopfarbeit für andere machen, muss aber zumindest von Handarbeit leben. Da trifft sie auf den hochrangigen Vertreter des DDR-Regimes, Herbert Beerenbaum. Seine Hand will nicht mehr, also tippt sie seine Memoiren. Je mehr sich Rosa aber von der Geschichte Beerenbaums distanzieren will, desto mehr lässt sie sich auf sie ein, weil es auch ihre Geschichte ist - die Geschichte der DDR und des Kommunismus. Nur zwei Jahre nach der "Wende" legte Monika Maron einen Roman vor, in dem sie sich mit den Hoffnungen und Verirrungen des Realen Sozialismus beschäftigt. Sie schreibt über Verrat an einer schönen Idee und den Missbrauch von Menschen, über Totschlagargumente und eine enttäuschte Generation. Wie nahe liegen Sibiren und Ravensbrück wirklich beieinander? |