| Spanien 1974, eine Kleinstadt: Für sieben Freundinnen endet die Schulzeit mit einem großen Ereignis, einer Klassenfahrt nach Mallorca. Einige Tage voller Unbeschwertheit sollen es werden, bevor sie auseinandergehen. Doch die letzte Nacht endet in einer Katastrophe, nichts kann wieder so sein wie zuvor. Mehr als 30 Jahre später kehrt Rita, die als Filmemacherin in England Karriere gemacht hat, nach dem Tod ihrer Tante in ihre Heimatstadt zurück. Sie trifft ihre Freundinnen wieder, sie gehen essen, erinnern sich, lachen. Scheinbar ist die Zeit stehengeblieben, bis Rita Lena tot in deren Wohnung auffindet. Was anfangs wie ein Selbstmord scheint, entpuppt sich bald als Mord – und Rita wird klar, dass der Schlüssel dazu in der Vergangenheit zu finden ist.
Mühelos schafft die in Innsbruck lebende Spanierin Elia Barceló ein großes Kunststück – in einem Fluss zwei Geschichten zu erzählen, die 30 Jahre auseinanderliegen, und dabei die Entwicklung und Veränderung der sieben Frauen überzeugend darzulegen. Nicht nur tolle Literatur, sondern auch große, feinfühlige Menschenkenntnis. |