| Ein Skelett in einem Neubaugebiet von Reykjavik führt den Ermittler Erlendur in die Zelle der Gesellschaft, die für manche tatsächlich ein Gefängnis ist: die Familie. Häusliche Gewalt ist jedoch ein Thema, das den Kommissar nicht nur beruflich beschäftigt. Seine Tochter Eva Lind, drogenkrank und schwanger, macht Elendur zum Vorwurf, dass er seine Familie verlassen hat, als Eva zwei Jahre alt war. Die Geschichte, an der uns Arnaldur Indridason teilhaben lässt, ist so bedrückend wie realistisch. Denn in Island soll zwar nicht gemordet werden - was der Autor plastisch zu widerlegen versucht -, Gewalt gibt es im patriarchalen Norden allemal. Ein Roman, der nachhallt! |