| Tokio, ein Jahr nach der Stunde Null. Die Stadt liegt in Trümmern, die Bevölkerung leidet, die amerikanischen Besatzungstruppen sind omnipräsent, der Stolz einer Nation ist am Boden. Mitten in disem Chaos werden die Leichen zweier Frauen gefunden – sie wurden missbraucht und erdrosselt. Die Polizei findet auch einen Verdächtigen, der aber nur einen Mord gesteht. Inspektor Minami soll sich weiter um den Fall kümmern – und stößt dabei auf eine Reihe verschwundener Frauen. Immer mehr verstrickt er sich in seine Ermittlungen, die sowohl das organisierte Verbrechen als auch die korrupte Polizei tangieren. Ermittlungen, die für Minami sowohl zur tödlichen Gefahr als auch zu einer Höllenfahrt in seine eigene Vergangenheit werden.
Persönliche Höllenfahrten bestimmten schon das „Red Riding Quartett“ von David Peace, nun startet er mit „Tokio im Jahr Null“ eine japanische Trilogie. Peace nimmt einen tatsächlichen Mordfall (wie bei den Romanen 1974, 1977, 1980 und 1983 mit dem „Yorkshire Ripper“) zum Vorbild und hetzt in stakkatoartigen Sätzen durch Tokio (wo er 15 Jahre gelebt hat). Das Ergebnis ist ein brillianter Roman – beängstigend und am Rande des Wahnsinns. |