| „Im Sommer 1963, als ich dreizehn war, stieß ich meinem Vater ein Davy-Crockett-Taschenmesser in die Brust.“ So beginnt der grandiose Roman „Wir sind die Könige von Colorado“ von David E. Hilton und so beginnt der Leidensweg von Will Sheppard. Will kommt für zwei Jahre auf eine Erziehungsranch in den Bergen Colorados, gemeinsam mit rund 100 anderen Jugendlichen muss er Pferde zähmen. Die Arbeit ist hart, noch härter sind die gewalttätigen und sadistischen Aufseher. Trotzdem findet Will Freunde, gemeinsam versuchen sie, so gut wie möglich zu überleben, sich gegenseitig vor Wärtern und Mitgefangenen zu schützen. Bis die Situation eskaliert. Rund 50 Jahre später schreibt Will – durch einen Zwischenfall „von der Vergangenheit überrollt“ – seine Erinnerungen an diese Zeit nieder. Eine Zeit, die sein späteres Leben bestimmt und ihn zu einem Einzelgänger gemacht hat. Eine Zeit, von der er niemals zu jemandem gesprochen hat. Eine Zeit, in der aus einem unschuldigen Teenager ein schuldiger junger Mann wurde. |