| "Ein überwältigendes Erstlingswerk" wird "The Guardian" im Klappentext zitiert. Und das ist dieses Buch auch: Ein unglaublich einfühlsam und aus der Perspektive einer Frau geschriebenes Dokument des Unabhängigkeitskrieges von Bangladesch. Rehana Haque hat als Witwe schon so manches mitgemacht, nach einem zähen Kampf gelang es ihr, ihre Kinder zurückzubekommen. Nun sind die Kinder erwachsen, doch die Sorge um sie wird nur noch größer, Tochter und Sohn engagieren sich in jenem Krieg, der 1971 zur Unabhängigkeit führt. Es ist eine Zeit von Gewalt, Verletzungen und Verlusten. Auch Rehana muss Position beziehen. Das Buch zeigt, was Krieg und Gewalt aus Menschen machen. Um Zerstörungen kommt niemand herum - innen wie außen. Die Autorin Tahmima Anam, 1975 geboren, schreibt so glaubhaft, als wäre sie dabei gewesen. |