| Ende August 2005 richtete der Hurrikan Katrina im Südosten der USA enorme Schäden an, besonders betroffen war New Orleans. Obwohl nur von Ausläufern des Hurrikans in Mitleidenschaft gezogen, brachen am 28. und 29. August die Wände von Kanälen und Deichen, worauf das Stadtgebiet fast vollständig überschwemmt wurde. Zehntausende waren aus der Stadt geflohen, doch viele blieben zurück, um ihr Eigentum zu schützen. Einer von ihnen war Abdulrahman Zeitoun. Der gebürtige Syrer, gläubige Moslem, Vater von vier Kindern und Besitzer eines kleinen Unternehmens, hilft, wo er helfen kann – bis er am 6. September von der Nationalgarde ohne Angabe von Gründen verhaftet wird. Er gerät unter Terrorverdacht, hat keinen Kontakt zu seiner Familie, kommt in Isolationshaft – 24 Tage lang erlebt er einen Albtraum.
Diese unglaubliche Geschichte erzählt der US-Autor Dave Eggers in seinem Doku-Roman „Zeitoun“ – penibel recherchiert und neutral im Ton, ohne Emotion und Polemik. Was es auch nicht braucht – die Geschichte allein ist der blanke Horror. |