| Die kriminelle Reise zur Fußball-WM in Südafrika – Station 4, geschrieben von dem Franzosen Caryl Férey. Und auch der Franzose greift das Thema auf, das den südafrikanischen Thriller so eigenständig macht. Haben sich amerikanische Krimiautoren in den letzten Jahren auf Serientäter spezialisiert, hadern die Skandinavier mit der Wohlfahrtsgesellschaft, so geht es zwischen Kapstadt und Johannesburg vor allem um eines – die brutale und allgegenwärtige, auch politisch bedingte Gewalt. Auch in „Zulu“. Ali Neumann, alias Zulu, Chef der Kriminalpolizei in Kapstadt, und seine Kollegen Brian Epkeen und Dan Fletcher bekommen es mit dem Mord an einem jungen Mädchen aus gutem Haus zu tun. Die Spur führt vorerst in die Drogenszene der Stadt unter dem Tafelberg, und dann zu einem reaktionären Afrikaaner, der immer noch an die Apartheid glaubt, und endet in einem furiosen Finale in der Wüste Namibias.
Férey, dessen Bücher in Frankreich mit Preisen überhäuft werden, ist sicher die Frühjahrsentdeckung am deutschen Krimimarkt, doch Achtung: Für schwache Nerven ist er nichts. |